Ein Winter im Yukon, der das halbe Werk speist — die Erzählungen vom Klondike, die Wolfsromane, das Lehrstück To Build a Fire. Wie Jack London 1897 nach Norden ging und ein anderer zurückkehrte.
„Das Land, das niemand vermisst, der nicht hingewollt hat — und das niemand verlässt, ohne sich nach ihm zu sehnen."
Im Sommer 1897 erreichte ein Dampfer aus Alaska den Hafen von Seattle mit einer Ladung Gold. Innerhalb von vier Wochen brachen rund hunderttausend Menschen Richtung Norden auf — Jack London, gerade einundzwanzig Jahre alt, mittellos aus der Konservenfabrik kommend, war einer von ihnen. Er kam nie zum Goldwaschen. Statt dessen verbrachte er einen Winter in einer Blockhütte am Stewart River, las John Miltons Paradise Lost, Darwins Origin of Species, Marx, Kipling. Er beobachtete Männer, die brachen.
Was er aus dem Yukon mitbrachte, war kein Gold, sondern ein Vorrat an Bildern und Geschichten, von dem er bis 1916 lebte: das weiße Schweigen, die Wege der Schlittenhunde, der zugefrorene Atem eines Mannes, der ein Feuer machen muss. Mehr als ein Drittel seiner Erzählungen spielen nördlich des 60. Breitengrads. Buck lernt in The Call of the Wild dort, was hinter dem Menschen liegt; White Fang lernt, was vor ihm kommen kann.
Diese Themenseite versammelt, was bei Jack London vom Klondike kommt: die acht zentralen Erzählungen, die zwei großen Wolfsromane, eine Karte der Route, Fotografien aus dem Familienarchiv, sowie Verweise auf seine Texte zur sozialen Lage in den Goldfeldern.
Von Seattle über Skagway, den berüchtigten Chilkoot Pass (man durfte nur passieren, wer eine Tonne Proviant aufgegeben hatte), die Stromschnellen am White Horse, hinauf nach Dawson City. Den Winter verbrachte London in einer Blockhütte am Stewart River, etwa 130 km flussabwärts von Dawson.
„Es war ein kalter Tag und ein grauer Tag. Der Mann hatte keine Vorstellung von der Kälte. Drei Tage zuvor hatte er noch beim Wirt einen Kompass gekauft …"